Feline Infektiöse Peritonitis (FIP): Wenn Katzen Corona haben

Kater Max war mehr tot als lebendig, als seine Besitzerin Katja Weber Anfang 2019 mit ihm in eine Kölner Tierklinik eilte. Es war bereits die fünfte Praxis, in der sie Hilfe für ihren Liebling suchte. Seit zwei Wochen war er schlapp und apathisch, hatte hohes Fieber. Jetzt war auch noch sein Bauch stark geschwollen, der Kreislauf drohte zu versagen.

Der Tierarzt ließ per Punktion rund einen halben Liter Flüssigkeit aus dem Leib des Sechs-Kilo-Katers ab. Doch Halterin Weber wusste da schon, dass das nur kurzfristig helfen würde. Max litt unter Feliner Infektiöser Peritonitis (FIP), der unter Katzenliebhabern wohl am meisten gefürchteten Krankheit.

FIP ist so gut wie immer ein Todesurteil. Veterinäre raten, betroffene Tiere rasch einschläfern zu lassen; die Katzen sterben ohnehin meist innerhalb von zehn Tagen nach der Diagnose. »Den mitleidigen Blick der Ärztin, als sie mir das sagte, werde ich nie vergessen«, sagt Weber.

Etwa zur selben Zeit bemerkte auch Susanne Künnecke, dass mit ihren jungen Katzen Pepper und Leeloo etwas nicht stimmte. »Pepper sah aus, als hätte er einen Handball verschluckt«, erinnert sie sich. Kurz danach ging es auch Leeloo schlecht. Beide hatten FIP.

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