Richard Ford über seine Landsleute in den USA: Ein Witz namens Amerika

Ford, 76, ist berühmt für seine Romane über den amerikanischen Jedermann Frank Bascombe, dessen Leben er in bisher vier Büchern erzählt hat. Ford, der in Mississippi geboren wurde und heute in Maine lebt, hat sich in seinen Werken immer wieder mit der politischen Geschichte seines Heimatlands auseinandergesetzt. Er erhielt vom Pulitzer-Preis bis zum Library of Congress Price alle bedeutenden amerikanischen Literaturauszeichnungen.

Wir in Amerika müssen jetzt begreifen, was uns mit der Wahl Joseph Bidens zum Präsidenten der Vereinigten Staaten genau passiert ist. Und danach müssen wir herausfinden – für die Zukunft unserer zerbrechlichen Demokratie –, was am 6. Januar in Washington infolge dieses Sieges geschah. Kein leichtes Unterfangen.

Den meisten Menschen in den USA liegt nicht viel daran, unsere demokratischen Institutionen aufmerksam und gelassen zu beobachten. Schon gar nicht jetzt – gerade schienen sich die Wogen der Wahlen geglättet zu haben, da kam eine Phase des Aufstands, ja, so muss man es nennen.

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